Lebenslange Opel-Garantie geht vor Gericht

Mittwoch, 08. September 2010
Der Streit um die Opel-Garantie geht weiter
Der Streit um die Opel-Garantie geht weiter

Der Rüsselsheimer Autobauer Opel und die Wettbewerbszentrale wollen ihren Streit um die lebenslange Garantie für Neuwagen offenbar vor Gericht ausfechten. Die Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs will zeitnah Klage gegen das Garantieversprechen einreichen. Das bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage von HORIZONT.NET: "Die Gespräche mit Opel haben aufgrund unterschiedlicher Rechtsansichten zu keinem Ergebnis geführt." Wann genau die Klageschrift eingereicht werden soll, ist noch unklar. Einem Bericht der "Automobilwoche" zufolge ist in erster Instanz das Landgericht Darmstadt zuständig. Der Fall werde wohl bis zum Bundesgerichtshof gehen, zitierte die Zeitschrift den von der Wettbewerbszentrale beauftragten Anwalt Andreas Ottofülling.

Opel wirbt seit Anfang August im TV, auf Anzeigen und im Internet  für "Die lebenslange Garantie auf Ihren Opel" (Agentur: McCann-Erickson, Frankfurt). Die Wettbewerbszentrale wirft dem Autobauer vor, die Kunden mit der Werbung zu täuschen, weil die Garantie nicht die komplette Lebensdauer des Wagens überdauere. Tatsächlich weist das Kleingedruckte auf den Anzeigen darauf hin, dass das Garantieversprechen lediglich bis zu einer Laufleistung des Fahrzeuges von 160.000 Kilometern gilt. Bereits ab einer Laufleistung von 50.000 Kilometern muss sich der Kunde an den Materialkosten beteiligen.

In Rüsselsheim fiel die erste Reaktion auf die Klageandrohung Mitte August eindeutig aus. „Wir werden die Unterlassungserklärung nicht unterschreiben. Wir stehen hinter der Kampagne und werden diese fortsetzen", kündigte Marketingchef Alain Visser seinerzeit in einer Telefonkonferenz mit Medienvertretern an. mh
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