Lance Armstrong kann Sponsoren trotz Dopingskandal halten

Montag, 27. August 2012
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Nach dem lebenslangen Wettkampfverbot und der Aberkennung aller Tour-de-France-Siege schien Lance Armstrong zu einem weiteren Sportstar zu werden, der über einen Dopingskandal stolperte. Doch bisher hat sich keiner seiner Sponsoren öffentlich von ihm distanziert. Nike, Anheuser-Busch und die Sonnenbrillen-Marke Oakley berufen sich bei ihrer Unterstützung für Armstrong auf dessen wohltätige Arbeit im Rahmen seiner Livestrong-Stiftung und die Tatsache, dass er nicht offiziell verurteilt wurde. Speziell Nike hat in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass Spitzensportler rufschädigende Karriere-Ereignisse problemlos überstehen können. So hielt der Sportartikelhersteller auch dem Basketball-Spieler Kobe Bryant und dem Golfspieler Tiger Woods die Treue, als beide mit Sexskandalen zu kämpfen hatten. Allerdings betraf in diesen Fällen der Skandal nicht die sportliche Leistung der Stars und beide brachten sich danach mit sportlichen Leistungen wieder positiv ins Gespräch. Beides trifft auf Armstrong nicht zu.

Vor diesem Hintergrund ist es zweifelhaft, dass der Radprofi langfristig eine Karriere als Testimonial haben wird. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sein Verzicht auf eine Gerichtsverhandlung in der breiten Öffentlichkeit als Schuldeingeständnis aufgefasst wird. So kursieren beispielsweise auf Twitter eine Vielzahl von Kommentaren unter #Cheatstrong und #Livewrong. Armstrong hatte zudem während seiner Karriere sich immer wieder offensiv allen Dopingvorwürfen entgegen gestellt und das Thema sogar in einem Werbeauftritt für Nike genutzt. cam
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