Labels peilen 20-Prozent-Anteil mit neuen Erlösquellen an

Donnerstag, 19. März 2009
Die Musikindustrie will neue Erlösquellen erschließen
Die Musikindustrie will neue Erlösquellen erschließen

Die Musikindustrie will den Umsatzanteil aus neuen Erlösquellen in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln. Von derzeit 5 bis 10 Prozent sollen die Einnahmen aus neuen Geschäftsfeldern auf 15 bis 20 Prozent anwachsen. Das fand der Bundesverband Musikindustrie in einer Umfrage unter den Major Labels heraus. Das größte Potenzial wird dabei Einnahmen aus Lizenzvergaben an Internetplattformen wie Youtube und Myspace eingeräumt. Auf den weiteren Plätzen folgen Kooperationen mit Hard- und Softwareherstellern - darunter Partnerschaften mit Handymarken wie Nokia oder aber auch PC-Game-Kooperationen wie im Falle von „Guitar Hero". Zudem gewinnen Erlöse aus Ticketing und Merchandising an Bedeutung. Die neuen Erlösquellen sollen vor allem Rückgänge im klassischen Tonträgergeschäft kompensieren. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Musikprodukten gingen in Deutschland 2008 um 4,7 Prozent auf rund 1,57 Milliarden Euro zurück.

Damit steht Deutschland allerdings besser da als die meisten anderen Länder, die mit zweistelligen Rückgängen zu kämpfen haben. Vor allem der Verkauf der umsatzstarken CD-Alben konnte 2008 weitestgehend stabil gehalten werden: So ging der Absatz lediglich um 3,5 Millionen Stück auf 145,1 Millionen Alben zurück. CD-Alben stehen demnach für 81 Prozent des Umsatzes im Musikgeschäft. 8 Prozent erwirtschaftet die Branche mit Musikvideos, weitere 7 Prozent entfallen auf digitale Angebote (Download und Mobile), zwei Prozent auf Singel-CDs und je wein Prozent auf analoge Formate wie LPs und Musikkassetten. mh
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