L'Oréal schwärzt Dior an: Natalie Portman muss weg

Donnerstag, 25. Oktober 2012
Diorshow New Look-Anzeige, Deutschland
Diorshow New Look-Anzeige, Deutschland

Der britische Werberat "Advertising Standards Agency" (Asa) hat in Großbritannien die Printanzeige für den Dior-Mascara „Diorshow New Look" mit Testimonial Natalie Portman verboten. Asa gab damit dem Kosmetikhersteller L'Oréal recht, der die Werbung für Wimperntusche als irreführend angeprangert hatte. Das gleiche Motiv war im Frühjahr dieses Jahres auch in verschiedenen deutschen Frauenzeitschriften zu sehen, doch beim Werberat in Deutschland ging keine einzige Beschwerde dazu ein. Dior gab zwar zu, die Wimpern des Testimonials leicht retuschiert zu haben, um sie gleichmäßiger und länger aussehen zu lassen. Gleichzeitig wies der Kosmetikhersteller jedoch darauf hin, dass Portman für die Photografie der Anzeige lediglich geschminkt war, jedoch keine falschen Wimpern trage. Dior rechtfertigte diese Maßnahme mit einer Teststudie, die belege, dass der Mascara Wimpern wirklich verlängere und verdichte.

Asa prüfte die Anzeige, akzeptierte den Einwand des Unternehmens jedoch nicht. Er beurteilte die Werbung als "irreführend" und "übertreibend", weshalb sie nicht mehr gezeigt werden dürfe. Ähnliche Verbote gab es in Großbritannien bereits in der Vergangenheit. L'Oréal musste Anfang des Jahres seine Kampagne zu einem Antifaltenprodukt mit Rachel Weisz zurückziehen. 2011 versprach Lacôme mit Julia Roberts eine nach Ansicht des Asas unrealistische Wirkung einer Antifaltencreme. hor
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