LBS wirbt mit geklauter Harley

Freitag, 15. Juni 2007
Gestohlene Harley im LBS-Spot
Gestohlene Harley im LBS-Spot

Die LBS hat im Rahmen ihrer Biker-Kampagne eine gestohlene Harley auf einem Plakat abgebildet. Ein Polizist hat laut Spiegel Online auf dem Motiv seine geklaute Maschine erkannt und fordert nun eine Entschädigung von der Bausparkasse. "Die Maschine war leicht zu erkennen, denn viele der Anbauteile hatte ich selbst hergestellt", so Jürgen Klement, dem die Maschine drei Jahre zuvor aus der Garage gestohlen worden war. Über die zuständige Werbeagentur - Etathalter ist BBDO in Berlin - habe er laut dem Nachrichtenportal den "Besitzer" ausfindig machen können: Einen Zahnarzt aus Riga, der die Maschine einem russischen Händler abgekauft hatte. Dieser will die Harley nur gegen eine entsprechend hohe Zahlung an Klement verkaufen.

Klements Anwalt Matthias Delvo prüft offenbar, ob er die Bausparkasse auf eine Nutzungsentschädigung verklagen kann. Dem Juristen zufolge ist die Harley mit den individuellen Anbauteilen ein Einzelstück und infolge dessen mit einem Kunstwerk gleichzusetzen. "Als Urheber dieses Kunstwerks hat mein Mandant das Recht zu bestimmen, wer mit der Harley Davidson kommerzielle Werbung betreibt", so Delvo gegenüber Spiegel Online. mh

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