Kyocera entert den Nordpark

Donnerstag, 11. November 2004

Das japanische Unternehmen Kyocera, Hersteller von Drucker und Office-Systemen, wird Trikotsponsor von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Die Company löst schon zu Beginn der Rückrunde Jever als Partner der Nordpark-Kicker ab.

Kyocera hatte schon den Fuß in der Tür zur Ersten Liga: Das japanische Unternehmen präsentiert ein Gewinnspiel im "ZDF-Sportstudio". Jetzt hat der Hersteller von Drucker und Office-Systemen die Fußball-Bühne als Trikotpartner betreten. Beim Traditionsclub Borussia Mönchengladbach unterschrieben die Verantwortlichen einen Vertrag bis 2008, mit Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr. Schon nach der Winterpause wird der Schriftzug der Marke erstmals auf den Shirts der Spieler von Dick Advocaat prangen.

Der vormalige Hauptsponsor der Gladbacher, Jever, hatte eigentlich noch Vertrag, tritt aber vorzeitig den Rückzug an - ins zweite Glied. Die friesische Biermarke hat die Ausschankrechte im zum Saisonstart eröffneten Nordpark und wird Co-Sponsor. Der Deal in Gladbach sei ohnehin nicht passgenau, wurde vielerorts bemängelt. Zu stark sei die Dominanz der westdeutschen Brauer-Konkurrenz. Jever am Nordrhein, das wollte vielen nicht so recht einleuchten.

Für Kyocera dagegen macht das Werkzeug Bundesligaponsoring durchaus Sinn. Die Marke will rasch ihren Bekanntheitsgrad erhöhen und dürfte dieses Ziel bei den unglücklich in die Runde gekommenen Borussen erreichen. Der Vertrag mit dem Traditionsclub umfasst neben dem Trikotsponsoring auch ein Bandenpaket und das Recht zu Maßnahmen mit den Akteuren. Er soll stärker erfolgsabhängig sein als der Kontrakt mit Jever. Die Biermarke zahlte rund 3 Millionen Euro pro Saison, der japanische Konzern investiert etwas mehr. oz
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