Kraft Jacobs Suchard mit Umsatz nicht glücklich

Mittwoch, 16. Juni 1999

Um knapp sieben Prozent auf 4,2 Milliarden Mark Umsatz ging der Umsatz von Kraft Jacobs Suchard im Geschäftsjahr 1998 zurück. Trotz Marktanteilsverlusten in allen wichtigen Märkten ist die Unternehmensführung mit dem Ergebnis "nicht glücklich, aber zufrieden", wie Bernhard Huber, Vorsitzender der KJS-Geschäftsleitung, sagt. Doch diese Aussage scheint angesichts der Geschäftsentwicklung eher einen gewissen Zweckoptimismus widerzuspiegeln. Während etwa der Umsatzrückgang in der gesamten Lebensmittelindustrie im vergangenen Jahr bei etwa 2 Prozent lag, mußte der Bremer Konsumgüterriese einen Umsatzrückgang von nahezu sieben Prozent auf 4,2 Milliarden Mark hinnehmen. Obwohl das Unternehmen in fast allen Bereichen seine Marktführerposition halten konnte, verzeichnete mancher Unternehmensbereich teils deutliche Rückgänge. Kraft trug im vergangenen Jahr 674 Millionen Mark zum Gesamtumsatz bei - 1997 waren es noch 751 Millionen Mark. Jacobs ging von 2,4 Milliarden Mark Umsatzanteil auf 2,2 Milliarden Mark zurück. Suchard schrumpfte um 10 Millionen Mark auf 915 Millionen Mark. Als Gründe für den Umsatzrückgang nennt Kraft Jacobs Suchard niedrige Kaffepreise sowie Sortimentsbereinigungen bei Kraft und Suchard. Obwohl auch für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der "allein auf den Preis ausgerichteten Wettbewerbsaktivitäten im Kaffeemarkt" deutlich negative Auswirkungen auf das kommende Geschäftsergebnis erwartet werden, überwiegt bei KJS die Hoffnung auf bessere Zeiten. Christian Köhler, Managing Director des Unternehmens: "Wir haben auch wieder für 1999 ein umfangreiches Paket an Produktinnovationen, attraktiven Promotions und entsprechenden Werbedruck aufgebaut, um eine insgeamt sehr aussichtsreiche Basis für die Weiterentwicklung unseres Geschäfts zu haben."
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