Konzerne streiten in den USA für Recht auf Kinder-Werbung

Mittwoch, 02. Februar 2005

Die drei Lebensmittelkonzerne General Mills, Kellog und Kraft Foods proben in den USA den Schulterschluss gegen Werbeverbote für Kindernährprodukte. Gemeinsam mit Verbänden der werbungtreibenden Industrie und dem US-Agenturverband haben die Unternehmen dazu nun die Interessenvereinigung "Alliance for American Advertising" gegründet.

Marketer und Werbefachleute wollen mit ihrer Initiative das Recht verteidigen, Kinder als Zielgruppe direkt adressieren zu können. Industrie und Kommunikationsbranche wehren sich damit auch gegen den Vorwurf, dass ein Zusammenhang zwischen bestimmter Produktwerbung und dem Trend zu Fettleibigkeit bei Kindern besteht, wie ihn Kritiker in den USA gegeben sehen. Zugleich spricht sich die Allianz gegen rechtliche Restriktionen seitens des Staates auf dem Gebiet der Nutrition-Produkte aus - und plädiert für eine Selbstkontrolle der Industrie.

Erst kürzlich hatte Kraft Foods in den USA auf Kritik reagiert und für besonders nahrhafte Produkte das Label Sensible Solution eingeführt. Die Produkte sollen die neuen Ernährungsrichtlinien der US-Gesundheitsbehörden berücksichtigen sowie von Kraft Foods, Northfield/Illinois, selbst aufgestellte Kriterien erfüllen. Zudem will der Nahrungsmittelriese in den USA künftig für eine Reihe von Produkten nicht mehr in TV- und Printmedien für Kinder unter 12 Jahren werben. jh
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