Konzentration im Textilhandel nimmt weiter zu

Freitag, 08. November 2002

Weit über die Hälfte des Umsatzes des gesamten deutschen Textileinzelhandels entfällt auf weniger als 80 Unternehmen. Das zeigt die 18. TW-Rangliste der Größten im Textil-Einzelhande der Branchenzeitschrift Textilwirtschaft in Frankfurt. Die Rangliste erfasst Unternehmen, die 2001 mehr als 50 Millionen Euro Umsatz erzielt haben. Die aufgeführten 78 Unternehmen erwirtschafteten 2001 gemeinsam mehr als 34 Milliarden Euro und damit 57 Prozent des Gesamtmarktes.

Insgesamt gaben die Deutschen 2001 rund 60 Milliarden Euro für Textilien aus. Allein die acht Unternehmen mit einem Umsatz von jeweils über einer Milliarde Euro kommen auf einen addierten Umsatz von 19,7 Milliarden Euro und verfügen damit über einen Marktanteil von 33 Prozent. Die größten 20 Gesellschaften erwirtschafteten über 26 Milliarden Euro Umsatz und erreichten einen Marktanteil von fast 44 Prozent.

Die Liste wird von den Branchengrößen Karstadt Quelle, Essen, mit 6005,8 Millionen Euro Umsatz, Otto, Hamburg, mit 3886 Millionen Euro geschätztem Umsatz und C&A, Düsseldorf, mit 2760 Millionen Euro Umsatz angeführt. Als feste Größe im Markt haben sich die branchenfremden Unternehmen etabliert. Anbieter wie Aldi, Lidl und Tchibo setzten 2001 rund 4,4 Milliarden Euro mit Textilien um. Damit haben sie am Umsatz der in der TW-Größtenliste aufgeführten Unternehmen inzwischen einen Marktanteil von 13 Prozent.

Die Umsätze der Unternehmen entwickelten sich uneinheitlich. Zu den größten Gewinnern gehört S. Oliver. Das Unternehmen eröffnete 2001 fünf neue Läden und steigerte den Umsatz um fast 29 Prozent auf 69,1 Millionen Euro. Esprit vergrößerte die Anzahl der Filialen um 24 auf 70, der Umsatz wuchs um rund 20 Prozent auf 160 Millionen Euro.
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