Konsumverzicht: Bundesbürger horten ihr Geld

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Die Deutschen sparen derzeit so viel wie seit Mitte der neunziger Jahre nicht mehr. Im ersten Halbjahr stieg die Sparquote im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent des verfügbaren Einkommens an. Das hat das Statistische Bundesamt anläßlich des Weltspartags am morgigen Donnerstag errechnet. Damit legen die Bundesbürger im Monat 180 Euro auf die hohe Kante, zehn Euro mehr als im Vorjahr. Und es könnten noch mehr werden. "Wie sich die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten und die zunehmende Unischerheit auf das Sparverhalten auswirken werden, kann erst in den nächsten Monaten beurteilt werden", sagen die Herren der Zahlen in Wiesbaden. Generell gehen Wirtschaftswissenschaftler davon aus, dass sich wirtschaftlich unsichern Zeiten die Sparquote der privaten Haushalte eher erhöht.

Die Lust auf größere Anschaffungen ist in Deutschland derzeit ohnehin nicht groß, wie aktuell vor allem Autobauer und die Baubranche zu spüren bekommen. Wie gestern die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bekanntgab, sank der Indikator Anschaffungsneigung um 5,4 Punkte und liegt derzeit bei -18,2 Zählern. Im Vorjahresvergleich ist das ein Minus von gut 5 Punkten.  mir
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