Konsumstimmung weiter ist auf Talfahrt

Donnerstag, 28. November 2002

Die Stimmung der Verbraucher ist weiter auf Talfahrt. Das ergab die Konsumklima-Studie des Marktforschungsunternehmens GfK im November. Die Schuld an der Konsumkrise schreibt die GfK den derzeitigen Diskussionen um Erhöhung der Renten- und Krankenversicherungsbeiträge, der hohen Arbeitslosigkeit sowie der Debatte um Besteuerung der Aktiengewinne zu.

Der Indikator der Konjunkturerwartung hat im November erneut ein Minus von 27 Punkten eingefahren und somit den Abwärtstrend der letzten Monate gefestigt. Das gleiche gilt für den Indikatorwert der Einkommenserwartung. Dieser hat im November um weitere 17 Punkte nachgelassen. Damit steht er mit einen Minus von 24,5 Zählern auf dem selben Stand wie in der Rezessionsphase 1994.

Auch die Anschaffungsneigung schließt sich dem Abwärtstrend an. Sie ist mit einem Indikatorwert von 55,4 Punkten erneut auf dem historischen Tiefststand aus dem April diesen Jahres. Das Fazit für das allgemeine Konsumklima fällt nach Betrachtung dieser Indikatoren dementsprechend schlecht aus. Nachdem für November ein Wert von 6 Punkten errechnet wurde ist jetzt ein Rückgang auf 5,5 Punkte zu erwarten. Eine Besserung der Lage ist laut GfK frühestens im Frühjahr zu erwarten. Die Studie wurde im Auftrag der Eu-Kommission durchgeführt. Es wurden rund 2000 Personen befragt.
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