Konsumstile Ost- und Westdeutschland nahezu angeglichen

Dienstag, 11. April 2000

10 Jahre nach dem Mauerfall gehört die Konsumfreude in Ostdeutschland ebenso zum Alltag wie im Westen. Das ist das Ergebnis der Studie ,,Markenrealitäten Ost 2", die von den Zeitschriften ,,Super Illu" und ,,Super TV" durchgeführt wurde und die aufgrund der Zuordnung gewisser Begriffe durch die Befragten zwischen vier Konsumstilen differenziert. Demnach sind der mit Sinnlichkeit umschriebene Instinktstil und der auf Lustfaktoren abzielende Gestaltungsstil in West- und Ostdeutschland gleichermaßen ausgeprägt. Demgegenüber ist der Status-quo-Stil, der den Autoren zufolge für Kontinuität und geplanten Konsum steht, im Osten doppelt so hoch ausgeprägt wie im Westen. Mit 88 Prozent der Antworten bevorzugen die Ostdeutschen aber am stärksten den so genannten Harmoniestil, der sich auf Begriffe wie ,,Familie", ,,miteinander", ,,Glaube" ,,Friede" und ,,anschmiegsam" richtet. Ziel der Studie ist es, den Stellenwert von Stilen, Trends und Marken in Ost- und Westdeutschland vergleichbar und für die Markenpolitik nutzbar zu machen.
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