Konsumenten sind zu wenig über Markenkriminalität aufgeklärt

Freitag, 09. Dezember 2011
Oft kopiert: Chanel N°5 Eau de Parfum
Oft kopiert: Chanel N°5 Eau de Parfum

Der Öffentlichkeit ist das Ausmaß der Piraterie im Produktsegment Kosmetik offenbar nicht ausreichend bewusst. Während der Großteil der Bundesbürger bei der Frage nach Produktarten, die besonders von Marken- oder Produktpiraterie betroffen sind, in erster Linie Kleidung (80 Prozent) beziehungsweise Schmuck und Uhren (77 Prozent) angeben, liegt der Anteil derer, die glauben, dass Kosmetik- und Pflegeprodukte betroffen sind, mit 36 Prozent nur bei gut einem Drittel. Zu diesem Ergebnis kommen der VKE-Kosmetikverband zusammen mit dem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen TNS Infratest in einer repräsentativen Online-Umfrage. Dabei ist gerade bei diesem Produkt gefälschte Ware nicht nur minderwertig, sondern - ähnlich wie bei Medikamentenimitationen - sogar gesundheitsgefährdend. Vergangenes Jahr zog der deutsche Zoll Parfum- und Kosmetikwaren im Wert von 2,2 Millionen Euro aus dem Verkehr.

Nachgeahmte Kosmetik- oder Pflegeprodukte kaufen würden nur 7 Prozent der Befragten. Trotzdem sind Konsumenten nicht ausreichend über die Markenkriminalität informiert. Aus diesem Grund unterstützt der VKE-Kosmetikverband Aktionen wie die APM-Roadshow "Schöner Schein. Dunkler Schatten", die seit 2010 durch große deutsche Einkaufszentren tourt und dadurch aktive Verbraucheraufklärung betreibt . hor
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