Kids-Verbraucheranalyse 98 registriert gestiegene Kaufkraft

Mittwoch, 24. Juni 1998

Die Kaufkraft der Nachwuchskonsumenten steigt und steigt. 16,5 Milliarden Mark nennen die 6- bis 17jährigen in Deutschland mittlerweile ihr eigen. Dies ergab die Kids Verbraucheranalyse 1998 der Verlage Bauer, Bastei und Springer, die noch im Vorjahr eine knappe Milliarde Mark Kaufkraft wenigererrechnet hatten. Unter den Statussymbolen, bei denen Kids besonders viel Wert auf die richtige Marke legen, rangieren Sportschuhe ganz oben, bei den Jungs wie auch den Mädels und quer durch alle Altersschichten. Als "Supermarke" nicht unter den Schuhherstellern, sondern auch in puncto Bekleidung und Taschen hat sich Adidas bei den Kiddies etabliert: Schwören bereits 50 Prozent aller 6- bis 9jährigen auf die drei Streifen, steigt die Zahl der Fans unter den 14- bis 17jährigen gar auf 64 Prozent. Weit abgeschlagen auf den Plätzen folgen Palomino (C&A), H&M, S. Oliver. Aber auch bei Jeans, Spiel- und Schulsachen sowie ganz generell Klamotten ist das Markenbewußtsein der Kleinen stark ausgeprägt. Dagegen spielt beim Kauf von eigener Unterhaltungselektronik das richtige Logo eine kleinere Rolle, und auch die Eltern richten sich deutlich weniger nach dem Markenwunsch ihres Sprößlings. Auf dem Vormarsch bei den Kleinen: PC samt Zusatzausstattung wie Drucker, Modem, Internet-Anschluß. Eine Million PC-User allein unter den 10- bis 13jährigen haben die Marktforscher ermittelt, unddie Sättigungsgrenze ist noch lange nicht in Sicht. Dabei holen die Mädchen in rasantem Tempo auf,sowohl was den Besitz eines Computers angeht (26 Prozent in der Gruppe der 14- bis 17jährigen) alsauch den Kaufwunsch (weitere 28 Prozent).
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