Kids-VA: Kaufkraft der Jugend auf Rekordniveau

Mittwoch, 09. Juli 2003

Die schwierige Wirtschaftslage geht an den Jugendlichen in Deutschland nahezu spurlos vorbei. Dies legen die Ergebnisse der neuen Kids-VA nahe, die die drei Verlage Axel Springer, Bauer und Egmont Ehapa in dieser Woche vorgelegt haben. Danach haben Billiglabels kaum eine Chance bei den 13- bis 19-Jährigen, das Markenbewusstsein bleibt auf hohem Niveau: So ist etwa beim Handy die Marke für 84 Prozent der männlichen und für 78 Prozent der weiblichen Jugendlichen wichtig.

Laut Kids-VA ist die Finanzkraft der 6- bis 19-Jährigen seit 2001 - im vergangenen Jahr wurden nicht alle Teilgruppen erhoben - um 24 Prozent auf 20,43 Milliarden Euro gestiegen. Damit verfügen die Kids monatlich über durchschnittlich 73 Euro. Davon geben die über 13-Jährigen das meiste Geld aus für Printmedien. An 2. Stelle stehen bei beiden Geschlechtern CDs, gefolgt von Ausgaben für Essen und Getränke beim Ausgehen sowie Kino.

Der Bauer-Klassiker "Bravo" liegt mit einer Reichweite von 27,4 Prozent in der Gunst der 13- bis 19-jährigen Mädchen an erster Stelle, gefolgt von "Bravo Girl" und "Mädchen". Jungen im gleichen Alter lesen dagegen bevorzugt Springers "Computer Bild" (21,7 Prozent) und "Computer Bild Spiele" (21,6 Prozent). Bei den 6- bis 12-jährigen Mädchen liegt "Junior" mit 15,5 Prozent vor "Barbie" und "Micky Maus". Disney steht bei den gleichaltrigen Jungen hoch im Kurs: "Micky" liegt mit 19,5 Prozent Reichweite auf Platz 1, "Disneys lustiges Taschenbuch" auf Platz 3. Dazwischen platziert sich "Junior". rp/sch

Chart: Top 6 Sparziele von Jugendlichen

Mehr zur neuen Kids-VA in der HORIZONT-Ausgabe 28/2003, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.

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