Keks-Diebstahl: Krümelmonster "schenkt" Bahlsen mehr als 1,7 Millionen Euro

Mittwoch, 13. Februar 2013
Der goldene Bahlsen-Keks ist jetzt wieder da, wo er hingehört
Der goldene Bahlsen-Keks ist jetzt wieder da, wo er hingehört

Der "Krümel-Krimi" um das entführte Unternehmens-Wahrzeichen hat Bahlsen Anfang Februar ein Medienecho sondersgleichen beschert. Auch wenn der Kekshersteller am Ende die Forderungen des unter dem Decknamen "Krümelmonster" auftretenden Erpressers erfüllte und 52.000 Schokokekspackungen an 52 soziale Einrichtungen spendete, hat sich der Aufwand für das Unternehmen gelohnt. Allein der Mediawert der in Tages- und Wochenzeitungen abgedruckten Berichte liegt im Millionenbereich. Wie die Agentur Landau Media Monitoring im Auftrag von „Markt und Mittelstand“ errechnet hat, sind in der Zeit vom 24. Januar bis 11. Februar 2013 insgesamt 595 Artikel zur Bahlsen-Affäre in deutschen Tages- und Wochenzeitungen erschienen. Die kostenlosen Medialeistungen, die auf Basis einer Anzeigen-Gegenwert-Analyse errechnet wurden, summieren sich laut „Markt und Mittelstand“ auf mindestens 1,7 Millionen Euro. Dagegen stehen Kosten von weniger als 40.000 Euro, die Bahlsen für die Keksspende locker machte.

Der wahre Mediawert dürfte aber weitaus höher liegen. Grund: Bei der Berechnung wurden weder die zahlreichen TV-Beiträge in reichweitenstarken Nachrichtenformaten wie "Tagesschau" und "heute" noch die Online-Berichte berücksichtigt. Allein die Beiträge auf den reichweitenstarken Nachrichtenseiten Spiegel Online und Bild.de waren mehr als 40.000 Mal auf Facebook geteilt worden; auch auf Twitter fanden „Bahlsen“ und „Leibniz-Keks“ rasch Verbreitung. mas
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