Keine Telekom-Bundesliga

Donnerstag, 15. Februar 2007
Telekom-Vorstand Timotheus Höttges
Telekom-Vorstand Timotheus Höttges

Die oberste deutsche Fußballspielklasse wird nicht Telekom-Bundesliga heißen. Der Bonner Telekommunikations-Konzern hat auf eine entsprechende Option verzichtet, die der Sponsoringvertrag zwischen Telekom und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vorsah. Mit dem Namenssponsoring wollte der Konzern die Marke T-Home pushen, unter der die Telekom Bezahlfernsehen via DSL anbietet. Aus diesem Grund hatte die Telekom auch die Internet-Liverechte an der Bundesliga für rund 45 Millionen Euro pro Saison gekauft. Was wiederum in einem Streit mit der DFL und Bundesliga-Neuling Arena über den Umfang der Rechte endete. Die Telekom hatte damit gedroht, die Spiele per Internetsignal auf dem Fernseher zu zeigen - gab aber schlussendlich nach. Im Gegenzug beflockte die DFL die Trikots mit dem T-Com-Logo und vergab gleichzeitig die Option auf das Namensrecht für die Spielzeit 2007/2008. Die DFL unterstreicht in einer Presseerklärung, dass die Partnerschaft in den kommenden beiden Jahren fortgesetzt wird. So würden alle Bundesliga-Profis auch weiterhin ihre Begegnungen mit dem Logo des Magenta-Riesen am Trikotärmel bestreiten. Ebenso gezeichnet sind die Auswechseltafeln. "Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit einem strategisch so interessanten Partner wie der Deutschen Telekom. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die gefundene Form der Kooperation die beste Lösung für alle Beteiligten", sagt Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

"Die Fortsetzung unserer Partnerschaft dokumentiert, dass der Fußball auch weiterhin im Rahmen unserer Sponsoring-Aktivitäten einen wichtigen Stellenwert hat", sagte Telekom-Vorstand Timotheus Höttges. oz
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