Kauflust statt Sparfrust: Konsumklima in Deutschland verbessert sich weiter

Dienstag, 30. April 2013
Die Anschaffungsneigung klettert auf den höchsten Wert seit über einem Jahr
Die Anschaffungsneigung klettert auf den höchsten Wert seit über einem Jahr

Wenn Werbung auf fruchtbaren Boden fallen kann, dann jetzt: Die Deutschen sind trotz der ungelösten Euro- und Schuldenkrise nach wie vor konsumbereit. Laut dem Konsumgüterindex der GfK ist die Sparneigung der Deutschen auf einen historischen Tiefstand gefallen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von stabilen Arbeitsmarktzahlen über Einkommenssteigerungen bis hin zu den niedrigen Sparzinsen. Hinzu kommt laut GfK, dass durch die Zypern-Krise das Vertrauen in die Sicherheit der eigenen Spareinlagen gelitten hat. Im Zuge der Rettungspläne für den Inselstaat werden Kunden größten Banken mit einem Guthaben ab 100.000 Euro mit einer Zwangsabgabe belegt. Die Folge: Die Deutschen wollen weiter konsumieren.

Die Anschaffungsneigung klettert um 1,4 Zähler auf 37,6 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert seit über einem Jahr. Gefördert wird die Kauflust auch dadurch, dass die Deutschen insgesamt mit höheren Einkommen rechnen. Der Indikator steht derzeit bei 30,8 Punkten. Ein Plus von 1,4 Zählern.

Doch in Euphorie verfallen die Deutschen nicht. Bei der Konjunkturerwartung ist die Bevölkerung pessimistischer. Zum ersten Mal in diesem Jahr gibt der Indexwert nach. Minus 0,5 bedeuten gegenüber dem Vormonat ein Minus von 2,1 Punkten. Insgesamt liegt der Gesamtindikator für den Konsum aktuell bei 6,2 Punkten, ein Plus von 0,2 Punkten gegenüber dem Vormonat. mir
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