Kaufkraft sitzt in der Peripherie der Großstädte

Freitag, 06. Februar 1998

Die kaufkraftstärksten Haushalte haben sich vor allem in der Pheripherie westdeutscher Großstädteniedergelassen. Grünwald bei München ist nach wie vor die Gemeinde mit der größten Kaufkraft in Deutschland. Mit durchschnittlich 97.428 Mark Netto-Einkommen pro Einwohner und Jahr führt der Nobelvorort der bayerischen Metropole das Gemeinde-Ranking vor Wohltorf bei Hamburg (78.050 Mark) und Icking bei München (64.096 Mark) an. Dies sind die jüngsten Ergebnisse der vom Münchner Marktforschungsinstitut Macrom durchgeführten Kaufkraftstudie 1998. Die Kaufkraft liegt im bundesdeutschen Durchschnitt bei 28.825 Mark, wobei ein starkes Gefälle zwischen den alten Bundesländern (30.359 Mark proKopf) und den neuen Bundesländern (22.250 Mark) charakteristisch ist. An der Spitze der Bundesländertabelle liegt Hamburg mit 15,9 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (33.403 Mark pro Kopf), gefolgt von Baden-Württemberg (31.382 Mark) und Hessen (31.229 Mark). Das Schlußlicht im Ranking bildet Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 21.073 Mark Netto-Einkommen pro Einwohner nach Sachsen-Anhalt (21.791 Mark) und Thüringen (21.999 Mark). Für 1998 hat Macrom das Kaufkraftvolumen auf 2,35 Billionen Mark prognostiziert. Der Anteil der neuen Bundesländer liegt bei 0,34 Billionen Mark, aufdie alten Bundesländer entfallen 2,01 Billionen Mark.
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