"Katalysator": Märklin eröffnet Flagship-Store in Moskau

Montag, 26. November 2007
Märklin schiebt das Russland-Geschäft an
Märklin schiebt das Russland-Geschäft an

Nach dem am Göppinger Stammsitz existierenden Vorzeige-Shop hat der Spielwarenhersteller Märklin auch in der russischen Hauptstadt ein eigenes Geschäft eröffnet. Seit dem vergangenen Wochenende können Eisenbahnfans nun im neuen Moskauer Einkaufszentrum "TZ Wremena Goda" die Miniatur-Züge des Unternehmens kaufen. "Dieser Store ist für uns Katalysator für das Russland-Geschäft und für die weitere Expansion in Osteuropa", so Axel Dietz, Vorsitzender der Märklin-Geschäftsführung. Welche anderen Märkte Märklin nun verstärkt im Visier hat, will das Unternehmen derzeit nicht mitteilen. Doch hofft Dietz auf eine "Strahlkraft weit über Moskau hinaus" - und Russland gilt traditionell als wichtiger Markt. Schon um die Wende zum 20. Jahrhundert habe man die Zarenfamilie mit einem Sondermodell beliefert, heißt es in Göppingen stolz. Und auch heute könne man in der russischen Hauptstadt eine "attraktive Käuferschicht, die Wert auf Qualitätsprodukte und deutsche Ingenieurskunst legt" ansprechen, so Dietz. Seit Mitte des Jahres soll die Münchner PR-Agentur Häberlein & Mauerer das Thema Modelleisenbahn wiederbeleben und neue Zielgruppen und Zielmedien ansprechen. "Das Kerngeschäft bleiben die Sammler, darüber hinaus müssen wir aber Kinder und jüngere Erwachsene ansprechen", hatte der erst Anfang des Jahres zu Märklin gewechselte Dietz im Februar gesagt. Obwohl der Fachhandel wichtig bleibe, setzt Märklin seit einiger Zeit auch auf den Vertrieb über Discounter. Denn Dietz' Vorgabe für das Unternehmen mit einem 124 Millionen-Umsatz lautet, dass Erlöse und Erträge wieder wachsen müssten. Aktueller Etathalter auf Agenturseite ist die Serviceplan-Gruppe, München. tk
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