Kartellbehörde will Fusion von Schweppes und Coca-Cola nicht genehmigen

Freitag, 09. April 1999

Das Bundeskartellamt sieht in einem Zusammenschluß der Londoner Unternehmen Cadburry Schweppes und Coca-Cola, Essen, eine marktbeherrschende Position, die den Wettbewerb gefährde. Coca-Cola habe bereits jetzt mit einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent eine außergewöhnliche Marktstellung. Mit dem Kauf der Marke Schweppes, die zwar über relativ geringe Marktanteile, dafür aber über ein sehr gutes Image verfügt, würde der Essener Konzern den Markt zu sehr dominieren. Weil die Marktanteile der Konkurrenten wie Pepsi, Nestlé sowie Brau und Brunnen jeweils unter 10 Prozent liegen, hätten diese im Wettbewerb kaum noch Chancen gegenüber dem Coca-Cola-Imperium. Ähnliche Meinungen vertreten auch die Australian Competition & Consumer Commission (ACC) sowie das mexikanische Kartellamt. Auch sie wollen die bereits im Dezember 1998 angekündigte Akquisition nicht genehmigen. Coca-Cola hatte das britische Unternehmen Cadburry Schweppes vor Weihnachten für 1,85 Milliarden US-Dollar übernommen. Der Deal beinhaltet die Nutzung aller Marken des Konzerns außerhalb der USA, Frankreich und Südafrika. Die bekanntesten Marken sind wohl Schweppes und Dr. Pepper. In mindestens sieben EU-Staaten werden zur Zeit die Anträge für die Übernahme überprüft.
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