Karstadt Sport ist Projektpartner der Expo 2000

Mittwoch, 31. Mai 2000

Kurz vor Start der Expo haben die Expo-Macher doch noch einen Sponsoren für ihre Trendsporthalle gefunden. Nachdem Opel bei der geforderten Summe von 10 Millionen Mark dankend abgewunken hatte, ist Karstadt Sport eingesprungen. Allerdings hat das als Projektpartner deklarierte Unternehmen der Karstadt Warenhaus AG den Betrag auf eine Anfang siebenstellige Summe heruntergehandelt. Künftig sollen in Zusammenarbeit mit der Sportmarketing Organisation (SMO) der Skateboard Legende Titus Dittmann Events und Sportkonzepte in Hannover gezeigt werden. Offenbar zeigt sich die Expo jedoch bei den Verhandlungen mit Sponsoren als kaum kompromissbereit. "Kein Wunder, dass die Amerikaner nicht gekomen sind. So etwas habe ich selten erlebt" empört sich ein Brancheninsider. Die neue Preis- und Verhandlungsstrategie der Expo verwundert wenig. In der "Süddeutschen Zeitung" gibt Aufsichtsratschef Helmut Werner zu, dass von den ursprünglich geplanten 900 Sponsoren-Millionen bislang 145 Millionen Mark fehlen. Jedoch hätten Wweltausstellungen noch nie so viel Sponsorengelder kassiert wie die Expo 2000 in Hannover. Insgesamt rechnet Werner mit 400 Millionen Mark Verlusten bei Kosten in Höhe von 3,4 Milliarden Mark. Dass die Rechnung nicht aufgehen muss, zeigt sich bereits am ersten Tag. So haben die Hannoveraner den Eintrittspreis auf Grund des zu erwartenden Ansturms verdoppelt. Da sich jedoch nicht Käufer genügend fanden, wurden die Karten nun zum Teil verschenkt. Insgesamt hat die Expo 20 Millionen Karten unter anderem an die Deutsche Bahn und Reisebüros veräussert. Deren Absatz läuft jedoch eher schleppend. Die Expo erwartet bis Ende Oktober 40 Millionen Besucher.
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