Karstadt: 13 Filialen machen dicht

Dienstag, 01. Dezember 2009
Karstadt künftig mit 120 Sport- und Warenhäusern
Karstadt künftig mit 120 Sport- und Warenhäusern

Der insolvente Warenhauskonzern Karstadt wird im Frühjahr kommenden Jahres13 Filialen schließen.  Das gaben der Insolvenzverwalter und die Geschäftsleitung der Arcandor-Tochter bekannt. Betroffen sind die Häuser in Celle, Dortmund, Hamburg, Hanau, Hannover, Kaiserslautern, Kiel, Ludwigsburg, München und Recklinghausen. Die Schließung von Filialen in Berlin, Braunschweig und Stuttgart steht bereits seit Anfang November fest. Traurige Konsequenz des Sparprogramms: Rund 1200 Karstadt-Mitarbeiter verlieren ihren Job. Die übrigen 120 Kaufhäuser - darunter 86 Warenhäuser, 26 Sporthäuser und 8 Schnäppchencenter - können nach Unternehmensangaben mit den insgesamt 25.000 Arbeitsplätzen nach dem Insolvenzverfahren fortgeführt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass Invesoren gefunden werden. Rolf Weidmann, Beauftragter des Insolvenzverwalters für den Warenhausbereich, will auf Grundlage der heute bekannt gegebenen Entscheidungen einen Insolvenzplan ausarbeiten und "den Investorenprozess aktiv aufgreifen".  "Beide Prozesse könnten im Frühjahr 2010 erfolgreich abgeschlossen sein", so Weidmann weiter.

Auch die Premium-Häuser, die zwischenzeitlich auf der Kippe standen, bleiben nun fester Bestandteil des Karstadt-Konzepts. Das Alsterhaus in Hamburg, das KaDeWe in Berlin sowie das Haus Oberpollinger in München werden fortgeführt. mas
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