Kampf im Smartphonemarkt: Samsung baut Vorsprung aus

Donnerstag, 14. März 2013
Samsungs Mega-Event für das Galaxy S4 steigt am Donnerstagabend in New York
Samsungs Mega-Event für das Galaxy S4 steigt am Donnerstagabend in New York
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Heute abend launcht Samsung in New York das Galaxy S4. Das neue Smartphone soll Apple weiter unter Druck setzen und die führende Position des koreanischen Konzerns im hart umkämpften Markt festigen. Nach einer Analyse des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov in Köln ist die Marke hierzulande mittlerweile bei Einsteigern und erfahreneren Smartphone-Nutzern klarer Favorit. Jeder dritte der erfahrenen Nutzer verwendet mittlerweile ein Gerät von Samsung. Das ist ein Plus gegenüber der letzten Erhebung von sechs Prozentpunkten. 29 Prozent der gleichen Gruppe greifen zu Apple, ein Plus von zwei Prozent. Bei den Einsteigern geben konstant 40 Prozent der Befragten an, dass ihr hauptsächlich genutztes Mobiltelefon von Samsung kommt. Zum iPhone greifen nur 17 Prozent, ein Plus von drei Prozent. 

Das sind zwei Kernergebnisse des aktuellen „Smartphone Mobile Internet Experience (SMIX)" von YouGov, die regelmäßig im Vierteljahr erhoben wird. Ein Erfolgsrezept von Samsung hierzulande: Im Vergleich zu Apple hat die Marke im Vertrieb eine geringere Anbindung an Provider. „Rund die Hälfte aller Kunden haben ihr Samsung-Smartphone ohne Vertragsveränderungen oder Providerwechsel erworben" sagt Bastian Morasch, Consultant im Bereich Telekommunikation bei YouGov.

Ein weiteres Kriterium: Der hohe Werbedruck. Alleine in den USA hat der Apple-Widersacher im vergangenen Jahr nach den Berechnungen von Kantar Media 401 Millionen Dollar für Werbung ausgegeben, Apple hingegen nur 333 Millionen Dollar. Aktuell läuft dort die Kampagne "The Next Big Thing" , die den Launch des S4 vorbereitet.

Platz drei und vier der beliebtesten Smartphone-Hersteller in Deutschland belegen Nokia und HTC. Beide Anbieter müssen aber im Vergleich zum Juni leichte Einbußen hinnehmen. Interessante Entwicklungen haben die Marktforscher bei der Marke Sony Ericsson ausgemacht, die eigentlich durch die Auflösung des Joint Ventures und der Übernahme der Marke Ericsson durch Sony nicht mehr am Markt aktiv ist. 51 Prozent der Befragten würden ein Modell der Marke erneut kaufen. Ein Transfer der positiven Erfahrungen mit Sony Ericsson auf die Marke Sony gelingt bisher nicht. Laut Studie ist der First-Choice-Anteil - die Marke, die beim Kauf eines neuen Mobiltelefons erste Wahl wäre - für Sony sehr gering und liegt selbst unter den Sony Ericsson-Nutzern nur bei acht Prozent. mir 
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