KPMG Consulting heißt nun Bearing Point

Freitag, 04. Oktober 2002
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Schon wieder ein neuer Name im Beratermarkt: KPMG Consulting, die ehemalige Beratungstochter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, nennt sich nun "Bearing Point". Der neu kreierte Name soll zeigen, dass man "Richtungen aufzeigen, Ergebnisse erzielen" wolle, textet das Unternehmen. Die weltweit 16.000 Mitarbeiter richteten Business und Ergebnisse aufeinander aus, was im Ergebnis "Business Empowerment" bedeute. Dies komme auch im Börsenkürzel "BE" zum Ausdruck.

Das Unternehmen unterstützt die Platzierung der Marke mit einer globalen Kommunikations- und Werbekampagne. In Deutschland erscheinen die Anzeigen ab Montag in Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazinen. Verantwortlich ist die Havas-Agentur Arnold Worldwide in New York. Die Kampagne sollen den Markenzusatz von Bearing Point hervorheben: "Business and Systems Aligned. Business Empowered". Einige der Motive zeigen Phil Mickelson, einen der weltweit führenden Profi-Golfer, wie er seine Schirmmütze mit dem Schriftzug "KPMG Consulting" gegen eine neue Kappe mit "Bearing Point" austauscht.

Der Hintergrund: Nicht zuletzt im Zuge des Enron-Skandals war die Verquickung von Prüfung und Beratung ins Gerede geraten. Im Laufe der letzten Monate haben sich alle großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften von ihren Consulting-Töchtern getrennt: Pricewaterhouse-Coopers hat seine Beratungssparte an IBM verkauft, das eigene Projekt "Monday" wurde gestoppt. Erst kürzlich hat Deloitte & Touche bekanntgegeben, die nun eigenständige Consulting-Sparte in "Braxton" umzutaufen. Ernst & Young hatte seine Beratung bereits 2000 an Cap Gemini verkauft.
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