Japan-Katastrophe: Flexstrom wirbt für Ökostrom

Montag, 28. März 2011
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Bisher hielten sich die Stromanbieter und -händler mit Werbung für Ökostrom zurück. Jetzt geht Flexstrom in die Offensive. Der Berliner Strom- und Gas-Discounter schaltet ab heute einen TV-Spot, in dem er für seinen grünen Strom und die Japan-Spendeninitiative "Aktion Deutschland hilft" wirbt.
Der TV-Auftritt ist unter anderem auf den Sendern Tele 5, RTL 2, Sport 1, N24, Vox und ab kommenden Monat auf Sky zu sehen. Zudem sind Werbebuchungen auf Sat 1 und Pro Sieben in der Planung. Dort wird vor allem der Imagefilm, der seit Oktober on Air ist, mit einem Tag-on zum Ökostromangeot ausgestrahlt. Neben TV setzt Flexstrom auf Bannerwerbung im Netz und eine spezielle Landingpage. Für den aktuellen Auftritt investiert der Berliner Stromhändler rund fünf Millionen Euro. Zudem wird Flexstrom, seit 2003 am Markt, aufs Jahr gesehen mehr Geld in Werbung und Marketing stecken. 

Dass Flexstrom jetzt das Thema Ökostrom neben der Imagekampagne in der Vordergrund schiebt, verwundert kaum. Seit dem atomaren Gau in Japan nimmt in Deutschland die Nachfrage nach regenerativ erzeugtem Strom zu. Flexstrom etwa schloss mit Verbrauchern vor der atomaren Katastrophe im Schnitt zwischen 200 bis 300 Ökostromlieferverträge. Aktuell hat sich das Aufkommen verzehnfacht. Mit dem TV-Auftritt will der Energie-Händler, der seinen Ökostrom unter anderem aus den Niederlanden und Norwegen bezieht, zudem seine Bekanntheit weiter steigen. Hier hat der Imageaufschlag bereits Wirkung gezeigt. Ungestützt kletterte die Markenbekanntheit von drei auf sieben Prozent. Zudem möchte das Unternehmen mit seinen Dienstleistungen punkten. So setzt Flextsrom seit September 2009 auf Twitter als Servicekanal.

Die Kreation des Auftritts erfolgte wie gehabt inhouse. Planung und Schaltung verantwortet Maxus. mir
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