James Bond: Superagent auf Marken-Mission

Donnerstag, 30. Oktober 2008
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Bei Bond geht's zur Sache. Am 6. November läuft "Ein Quantum Trost" in den deutschen Kinos an. Nicht nur die Hauptdarsteller um Daniel Craig setzen sich in Szene, auch die vielen Lizenzpartner. Allen voran: Sony, Sony Ericsson, Coca-Cola, Ford, Smirnoff, Omega und Peek & Cloppenburg.  Eine ganze Marketing-Armada steht hinter dem Agentenklassiker. Allein Sony, dessen Tochter Sony Pictures zusammen mit Eon Production für die weltweite Vergabe der Lizenzverträge zuständig ist, gibt für seine Kampagnen einen zweistelligen Millionenbetrag aus (Agenturen: Fallon, London; Adaption: Plantage, Berlin). "Über die Auftritte der Partner erreichen wir einen Mediawert in zweistelliger Millionenhöhe, die Below-the-Line-Aktivitäten einen einstelligen Millionenwert", so Martin Bachmann, Geschäftsführer Sony Pictures, Berlin.

Im Vergleich zu "Die another day" (2002), der als "Buy another day" belächelt wurde, rudern die Vermarkter etwas zurück. Zwar sind mit rund 20 Lizenzpartnern wieder viele an Bord, Sony rückt aber die Qualität in den Vordergrund: "Mit einer Lizenz für Fastfood-Häuser könnten wir weitere Millionen verdienen. Aber 007 und ein Big Mac, das passt nicht", so Bachmann. Gleiches gilt für eine subtile Inszenierung. Dialoge wie "Rolex?" - "Nein, Omega" wird es nicht geben. Auch das Product Placement ist längst nicht mehr so gewaltig wie in früheren Bond-Streifen. jm

Mehr zur Vermarktungsstrategie von James Bond lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 44/2008, die am 30. Oktober erscheint.
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