Jamba liefert das Wallpaper zum Wulff-Skandal

Freitag, 13. Januar 2012
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Das war abzusehen. Spätestens nachdem "Wulffen" zum neuen Synonym für das Hinterlassen von wütenden Nachrichten auf fremden Mailboxen geworden ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Klingelton-Vermarkter ein Produkt zur Mediendebatte rund um Christian Wulff liefern würden. Marktführer Jamba bietet ab sofort ein Wallpaper an, mit dem handybesitzende Spaßvögel ihren Freunden vorgaukeln können, der kommunikationsfreudige Bundespräsident habe sich auch auf ihrer Mailbox verewigt. Dass sich das Angebot zum Dauerphänomen in der deutschen Mobilfunklandschaft entwickelt wird, muss man allerdings in Schloss Bellevue nicht befürchten. Die Pressestelle des Jamba-Betreibers Jesta Digital betont, dass es sich bei dem Wallpaper nur um eine auf  ein bis zwei Wochen zeitlich begrenzte Aktion handle, die zudem nur geringfügig beworben werde. 

Anders als im Umgang mit den Medienvertretern scheint der Bundespräsident bei Marketingreaktionen auf die Affäre eher auf Aussitzen als Strategie zu setzen. "Eine Kontaktaufnahme durch das Bundespräsidialamt ist nicht erfolgt", kommentiert die Jesta-Pressestelle.

Jamba ist nicht nicht das einzige Unternehmen, das den Medienskandal kommunikativ aufgreift. Sixt hatte den Bundespräsident schon ein Plakat gewidmet. Auch in den Medien erscheinen die ersten humoristischen Kommentare zu der Affäre. cam
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