Jaguar und Land Rover sind indisch

Mittwoch, 26. März 2008

Schon länger war darüber spekuliert worden, nun ist es offiziell: Der indische Tata-Konzern hat sich die britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover geangelt. Das Unternehmen, das erst seit kurzem eigene Pkw baut, zahlt dem US-Autobauer Ford für die beiden Premiummarken rund 2 Milliarden US-Dollar. Bislang ist allerdings unklar, wie Tata die beiden Luxusmarken in das eigene Geschäft integrieren wird. Der indische Mischkonzern konzentriert sich bislang auf die Fertigung von Lkw und Bussen. Das Unternehmen sorgte zuletzt für Aufsehen, als es mit dem Tata Nano den billigsten Neuwagen der Welt präsentierte. Das 1.700 Euro teure indische "Volksauto" wird mithilfe des deutschen Zulieferes Bosch gefertigt, ob und wann es auf den deutschen Markt kommt, ist unklar.

Tatas neue Premiummarke Jaguar trommelt hierzulande derzeit für seine neue Oberklasse-Limousine XF, die einen Richtungswechsel im Design der Marke darstellt. Zum Verkaufsstart in Deutschland setzt der Importeur mit Sitz in Schwalbach derzeit eine Print-, Plakat- und Onlinekampagne ein, die neben technischen Features insbesondere die Formensprache des Fahrzeugs betont. Verantwortlich für die lokale Umsetzung der weltweiten Kampagne, die in Deutschland zunächst auf TV-Werbung verzichtet, ist die Agentur Euro RSCG in München. jh

Mehr zur Strategie von Land Rover und Jaguar im Automarketing-Special von HORIZONT, das am Donnerstag, 3. April, erscheint.

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