Jack Wolfskin: Blackstone übernimmt Outdoor-Spezialisten

Donnerstag, 21. Juli 2011
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Lange wurde über die Zukunft von Jack Wolfskin spekuliert, immer wieder kamen Gerüchte über eine mögliche Übernahme durch den Sportartikelriesen Adidas auf. Jetzt ist der Hersteller von Outdoor-Bekleidung verkauft: Blackstone, ein Londoner Finanzinvestor, übernimmt das Unternehmen im hessischen Idstein von seinen bisherigen Eigentümern, den Finanzinvestoren Quadriga und Barclays Private Equity. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Medienberichten zufolge soll dieser bei rund 700 Millionen Euro liegen. Die Übernahme stehe nur noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden, meldet Jack Wolfskin. "Wir haben stetiges Wachstum auf dem Outdoor-Markt beobachten können und Jack Wolfskin hat dabei eine führende Rolle gespielt. Das Management hat gezeigt, dass sie eine starke Marke schaffen können. Wir freuen uns darauf, weiteres Wachstum in Deutschland und auch international zu unterstützen", so Axel Herberg, Senior Managing Director bei Blackstone.

Mit dem Eigentümerwechsel ist auch die Zeit des langjährigen Geschäftsführers Manfred Hell bei Jack Wolfskin zuende. Nach fast 25 Jahren an der Spitze wird er das Unternehmen "aus persönlichen Gründen verlassen", meldet der Outdoor-Experte. Ein Nachfolger sei noch nicht gefunden. Man befinde sich aber bereits in Gesprächen mit "einigen vielversprechenden Kandidaten mit internationaler Erfahrung", so Herberg. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen und bekanntgegeben werden.

Zudem soll der bisherige CFO Christian Brandt zukünftig als Chief Operating Officer das operative Geschäft leiten. Den Posten des Finanzchefs wird zum 1. Oktober Andreas Klotz übernehmen. Klotz arbeitete zuletzt als CFO und COO bei Fitness First und war davor als Finance Director bei Puma tätig. jm
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