Irreführende Werbung: Umwelthilfe zerrt Volkswagen vor den Kadi

Freitag, 28. August 2009
Das umstrittene VW-Motiv
Das umstrittene VW-Motiv

Die Deutsche Umwelthilfe (DHU) zieht gegen Volkswagen vor Gericht. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation mit Sitz in Berlin wirft dem Wolfsburger Autokonzern irreführende Werbung beim Golf GTD vor. Stein des Anstoßes ist eine Textzeile in einer Printanzeige, die unter anderem im "Focus" und "Stern" erschienen ist. "2,0-l-TDI-Dieselmotor mit 125 kW (170 PS) verbraucht kombiniert nur 5,3l/100km. Und das bei einer möglichen Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h." Diese Aussage ist aus Sicht der DHU "falsch und irreführend".

Der Golf habe nach Testberichten in Fachzeitschriften bei der Höchstgeschwindigkeit nicht 5,3 Liter, sondern deutlich über 10 Liter auf 100 Kilometern verbraucht. Die Organisation hat deshalb vor dem Landgericht Braunschweig eine Einstweilige Verfügung beantragt. Die mündliche Verhandlung findet am 9. September statt.  Ob die Kammer dann schon zu einem Urteil kommt ist offen.

Die Deutsche Umwelthilfe ist schon öfter gegen Werbung von deutschen Autobauern vorgegangen - teilweise mit Erfolg: So setzte sich die  Berliner Verbraucherschutzorganisation 2007 im Dauerstreit um Werbeanzeigen von Daimler-Chrysler vor dem Landgericht Stuttgart durch. mir
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