Ipsos-Studie: Westdeutsche über Euro schlechter informiert

Freitag, 16. November 2001

Knapp zwei Monate vor dem Währungswechsel ist der Informationsstand in Sachen Euro immer noch stark ausbaufähig. Längst nicht jeder Deutsche fühlt sich wirklich gut informiert. Dies bestätigt eine Studie des Hamburger Marktforschungsunternehmen Ipsos. Einhellig einer Meinung ist Deutschland dagegen in dem Punkt, dass die Einführung des Euro die Preise nach oben schrauben wird.

Ipsos Deutschland befragte in einer repräsentativen Umfrage 1000 Personen ab 14 Jahren. In Bezug auf die Euroumstellung scheint der Osten besser informiert. 98 Prozent wissen dort, ab wann der Euro zum gesetzlichen Zahlungsmittel wird - in Westdeutschland liegt dieser Anteil noch bei 91 Prozent.

Fast ein Drittel der Westbürger kennt nicht den Namen der kleinsten neuen Münzeinheit (Cent) - in Ostdeutschland ist es nur knapp ein Viertel. Und während in Westdeutschland nur 67 Prozent wissen, dass man auch im Januar noch mit Mark bezahlen kann, sind es in den neuen Bundesländern stolze 84 Prozent.

Für Verwirrung sorgen ebenfalls noch die zur Zeit immer häufiger in den Geschäften praktizierten doppelten Preisauszeichnungen, auch wenn mehr als die Hälfte diese Vorgehensweise grundsätzlich hilfreich finden. Immerhin geben knapp zwei Drittel an, beim Einkauf schon einmal den Euro-Preis für den DM-Preis gehalten zu haben. Preiserhöhungen befürchten knapp 80 Prozent der Befragten.

Mehr Infos zur Euro-Einführung gibt es in der aktuellen HORIZONT (46/2001).
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