In Krisenzeiten bleibt Markentreue auf der Strecke

Dienstag, 06. Oktober 2009
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Obwohl die Verbraucher ihre eigene finanzielle Lage nicht pessimistisch beurteilen, hinterlässt die Wirtschaftskrise deutliche Spuren in ihrem Konsumverhalten. Am Essen wird zwar nach wie vor nicht gespart, aber bei den Lebensmitteln landen inzwischen deutlich weniger Markenprodukte im Einkaufswagen. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Studie "Changing Times" des weltweiten Medianetworks Initiative. Mit Hilfe des agentureigenen Connections-Panels wurden 3200 Personen in den USA, China, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Deutschland über ihr Konsumverhalten befragt. Elf Prozent von ihnen gaben, dass sie angesichts der weltweiten Rezession beim Einkauf von Lebensmitteln auf Markenprodukte verzichten und lieber zu Handelsmarken greifen. Oder, wie weitere zehn Prozent der Studienteilnehmer berichten, günstigere Markenartikel kaufen.

Im Bereich Gebrauchsgüter und Dienstleistungen zeigen die Deutschen den größten Hang zum Sparen. Ein Viertel der Bundesbürger haben in dieser Kategorie ihre Ausgaben auf das Notwendigste reduziert. Größere Anschaffungen wie zum Beispiel von Möbeln werden verschoben, um keine finanziellen Belastungen zu riskieren. Nur auf Urlaubsreisen wollen die Deutschen nach wie vor nicht verzichten. Sie fallen allerdings eher kürzer aus und werden auch kurzfristiger gebucht. ejej
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