Imageschaden: Benq tritt erneut in Fettnäpfchen

Dienstag, 12. Dezember 2006
Motiv des umstrittenen Banners
Motiv des umstrittenen Banners

Die Imagekrise des angeschlagenen taiwanesischen Elektronikkonzerns Benq verschärft sich weiter. Nachdem das Unternehmen in Deutschland wegen der Bruchlandung mit dem von Siemens übernommenen Handygeschäft weiterhin stark unter Beschuss steht, hat ein von Benq in China veröffentlichtes Internet-Werbeformat nun in den USA für einen öffentlichen Eklat gesorgt. Auf dem Banner ist ein Jugendlicher vor den Trümmern des am 11. September 2001 von Terroristen zerstörten World Trade Center zu sehen, der den "Musiq"-MP3-Player des Konzerns in der Hand hält. "I believe music makes hope", lautet in der Übersetzung der pietätlose Slogan, mit dem Benq für sein Produkt warb. Die Werbung war zwar nur auf chinesischen Websites geschaltet, tauchte jedoch rasch in zahlreichen US-Weblogs auf. Ein Sturm der Entrüstung war die Folge.

Benq hat den Banner inzwischen aus dem Verkehr gezogen. "Wir bedauern das zutiefst", so Benq-USA-Chef Ben Chu. Der Konzern habe Maßnahmen ergriffen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Ob die Kampagne inhouse oder von einer Agentur entwickelt wurde, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren. mas

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