Imageschaden? – Großrazzien bei Rewe, Edeka, Lidl, Metro, Rossmann, Mars und Fressnapf

Freitag, 15. Januar 2010
Illegale Preisabsprachen in deutschen Supermärkten (Foto: Reinhard Rosendahl)
Illegale Preisabsprachen in deutschen Supermärkten (Foto: Reinhard Rosendahl)

Das Bundeskartellamt hat die Geschäftsräume von elf deutschen Einzelhandelsunternehmen und vier Markenartikelherstellern aus dem Konsumgütersegment durchsuchen lassen. Es bestehe der Verdacht illegaler Preisabsprachen bei Süßwaren, Kaffee und Tiernahrung, so die Wettbewerbsbehörde. Unter den betroffenen Unternehmen befinden sich Rewe (Penny, Toom, Nahkauf), Edeka, Lidl, Metro (Media Markt, Saturn, Kaufhof, Real), die Drogeriekette Rossmann, der US-Markenartikler Mars (Mars, Snickers, Bounty, Milky Way, Twix) sowie der Tierfutterhändler Fressnapf. Allerdings bedeuteten diese Durchsuchungen noch nicht, dass die genannten Unternehmen tatsächlich einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht begangen haben, erklärte das Kartellamt weiter.

Inwiefern dadurch ein nachhaltiger Imageschaden entsteht, ist noch nicht abzusehen. Der Markenverband in Berlin war auf Anfrage von HORIZONT.NET noch nicht zu einer Stellungnahme bereit. Ihm lägen noch keine Informationen zu den betroffenen Unternehmen vor, so eine Sprecherin des Markenverbandes.

Erst vor kurzem hat das Kartellamt Bußgelder in Höhe von insgesamt 160 Millionen Euro gegen die Kaffeeröster Tchibo, Melitta und Dallmayr verhängt, da diese über Jahre hin die Preise abgesprochen hatten. jm
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