Imagecrash für deutsche Autobauer in den USA

Donnerstag, 27. Oktober 2011
Im "Reliability Report" schneiden deutsche Hersteller schlecht ab
Im "Reliability Report" schneiden deutsche Hersteller schlecht ab


Bei den deutschen Autobauern läuft es derzeit rund. Die Produktionen sind ausgelastet, die Absatzzahlen stimmen, die Vorbestellungen laufen. Doch nicht alles ist perfekt. Im Gegenteil: In den USA, nach wie vor einer der wichtigsten Absatzmärkte für die Hersteller, hat das Image der deutschen Exportschlager tiefe Kratzer erlitten. Das geht aus dem gerade veröffentlichten "Reliability Report" von Consumer Reports hervor. Die jährliche Untersuchung, bei der 1,3 Millionen US-Fahrer Automarken nach ihrer Zuverlässigkeit bewerten, offenbart herbe Mängel. Auf den ersten neun Plätzen liegen mit der Toyota-Marke Scion, Lexus, Acura, Mazda, Honda, Toyota, Infiniti, Subaru und Nissan nur japanische Marken. Auf Platz zehn parkt Volvo, dann folgen Hyundai und Kia. Erst auf Platz 16 taucht mit Volkswagen die erste deutsche Marke auf. Die Premiummarken Mercedes und BMW stehen auf den Plätzen 18 und 19. 

Doch es geht noch härter. Audi, in den USA gerne mit vergleichender Werbung unterwegs, schafft es nicht einmal unter die Top 20 und landet auf Platz 26. Das toppt nur noch Porsche auf Platz 27. Für die erfolgsverwöhnte Edelmarke aus dem VW-Reich - im vergangenen Jahr noch auf Platz 2 - ist der vorletzte Platz im Ranking ein herber Schlag ins Kontor. Vor allem das Vorzeigemodell Cayenne fiel bei den US-Konsumenten durch.

Für die Expansionspläne der deutschen Marken auf dem US-Markt ist die Analyse ein herber Rückschlag. Sie dominieren zwar das Luxussegment, wollen aber zunehmend im Massenmarkt an Boden gewinnen. Das dürfte nach der jüngsten Studie von Consumer Reports schwieriger werden. Die Institution hat in den USA einen ausgezeichneten Ruf, vergleichbar mit der Stiftung Warentest. Bislang haben die deutschen Autohersteller in den USA zusammen rund eine Million Fahrzeuge verkauft. mir
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