Im Schatten des Doms: PSA Peugeot Citroën schafft gemeinsamen Firmensitz in Köln

Donnerstag, 29. März 2012
Peugeot-Citroen-Chef Philippe Varin
Peugeot-Citroen-Chef Philippe Varin

Aus zwei macht eins: PSA Peugeot Citroën beackert den deutschen Markt künftig von Köln aus. Noch im laufenden Jahr soll der Umzug vollzogen werden. Damit will sich der Autobauer eine effizientere Struktur verpassen und Kosten senken. Bisher liegt die Deutschlandzentrale von Peugeot in Saarbrücken-Güdingen, der Deutschlandsitz von Citroën in Köln-Porz.  Ganz überraschend kommt die Entscheidung nicht. Bereits im vergangenen Jahr hat PSA Peugeot-Citroen-Chef Philippe Varin entschieden, auf Länderebene gemeinsame Markenchefs zu installieren. Hinzu kommen Absatzprobleme des französischen Autobauers aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage in den südeuropäischen Ländern. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Automobilsparte von Peugeot-Citroën einen Verlust von 92 Millionen Euro. "Wir haben wir eine unternehmerische Entscheidung nicht gegen einen bestimmten Standort, sondern für eine gemeinsame Zukunft der beiden Marken in Deutschland getroffen", erklärt Olivier Dardart. Der Markenvorstand für für Peugeot und Citroën in Deutschland betont allerdings, das nicht daran gedacht ist, die Marken miteinander zu verschmelzen. "Peugeot und Citroën bleiben dabei weiterhin eigenständig und agieren auf dem Automobilmarkt unabhängig voneinander", erklärt der Manager.

Der zweitgrößte Autobauers Europas, der Ende Februar eine weltweite Allianz mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors eingegangen ist, wird Saarbrücken nicht ganz verlassen. Das PSA Diagnose Centers, das mit Werkstätten in ganz Europa vernetzt ist, bleibt mit rund 60 Mitarbeitern im Saarland bestehen. mir
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