Ikea und Obi kontern Boykott-Aufruf zum Teuro

Mittwoch, 22. Mai 2002

Mit ungewohnter Heftigkeit reagiert der Handel auf die indirekten Boykott-Aufrufe von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Finanzminister Hans Eichel, Läden, in denen die Preise nach der Euro-Einführung erhöht wurden, mit "Kaufverachtung" zu strafen.

Die Möbelhaus-Kette Ikea ruft in einer Anzeige unter der Copy "Der Kanzler sagt: Kaufen Sie da, wo's keinen Euro-Nepp gibt" Schröder ein "Herzlich willkommen" entgegen. Die einmalig in überregionalen Tageszeitungen geschaltete Anzeige (Agentur: Weigartpirouzwolf, Hamburg) verweist zudem darauf, dass kein Katalogpreis erhöht wurde.

Auch Obi kontert mit einem inhouse entwickelten Motiv in überregionalen Zeitungen und will mit Sonderangeboten beweisen, dass der Marktführer der Baumarktbranche für Teuro-Beschuldigungen die falsche Adresse ist.
Meist gelesen
stats