"Ich bin raus": Schöffel führt erstmals Markenclaim ein und startet TV-Kampagne

Montag, 02. Juli 2012
Schöffel startet erstmals eine TV-Kampagne
Schöffel startet erstmals eine TV-Kampagne

Der Kampf im Outdoormarkt um die Aufmerksamkeit der Kunden nimmt weiter zu. Ab Ende August startet Schöffel erstmals eine TV-Kampagne. Damit erhöht der Mittelständler aus Schwabmünchen bei Augsburg seinen Werbedruck. Bisher war das Unternehmen vor allem in Print und Out-of-Home unterwegs. Gleichzeitig führt Inhaber Peter Schöffel mit dem Auftritt erstmals einen Markenclaim "Ich bin raus" ein. Die Kampagne, die Ogilvy & Mather Advertising in Frankfurt entwickelt hat, ist auf drei Jahre angelegt und soll vor allem Menschen zwischen 30 und 59 Jahren erreichen, die Erholung in der Natur suchen. Für Peter Schöffel ist der Einstieg in die TV-Werbung die Grundlage für mehr Wachstum. "Wir mussten uns entscheiden, ob wir künftig in der zweiten Liga spielen wollen oder Champions League. Und wir trauen uns die Champions League zu." 

Peter Schöffel
Peter Schöffel
Dafür investiert Schöffel jetzt. 16 neue Mitarbeiter hat er in den vergangenen 18 Monaten eingestellt. Die Schöffel-Lowa-Stores werden in diesem Jahr um weitere vier auf 15 Stück anwachsen. Am Heimatstandort hat das Unternehmen vergangene Woche erst den Erweiterungsbau eingeweiht. Den Marketingetetat fährt der Unternehmer in den nächsten drei Jahren um 15 Millionen Euro hoch.  Rund 17 Prozent des Umsatzes fließen jetzt ins Marketing. Das ist mehr als bei manchem Wettbewerber. Im Schnitt steckt die Konkurrenz zwischen zehn und 15 Prozent der Erlöse ins Marketing.

Der 20-Sekünder, den bisher nur die Mitarbeiter zu sehen bekamen, soll die Haltung von Schöffel transportieren. Tiefe statt Breite ist das Credo von Peter Schöffel, der sich nur auf Bekleidung konzentriert. "Zahlen sind wichtig", sagt Schöffel. "Aber Sie dürfen nicht im Mittelpunkt stehen." Das soll auch die Kampagne transportieren, die mit Gegensätzen und starken Naturbildern arbeitet. Insgesamt 16 Stunden wird die Kampagne bis  Ende November On Air sein. Print und Online spielen im Mediamix ebenfalls eine große Rolle. Anders als andere Unternehmen kürzt Schöffel seinen Printetat nicht, allerdings ist auch bei dem Mittelständler der Trend zur digitalen Welt unübersehbar. "Wir verdoppeln unser Online-Investment", kündigt Marketingleiterin Corinna Umbach an. Flankiert wird der Auftritt von Social Media.

Die Ziele dabei sind ehrgeizig. Schöffel will bekannter werden. Derzeit kennen ein Drittel der Deutschen die Marke. Ende 2012 soll es die Hälfte sein. Noch wichtiger aber: Die Zahl der der Markenbesitzer soll sich von derzeit 8,2 Prozent auf 10 Prozent erhöhen. Das ist ein Plus von 22 Prozent.  mir
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