IBM ändert die Marketingstrategie

Freitag, 24. August 2001
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Mit einem neuen Marketingkonzept will der Technologiekonzern IBM sein Image verbessern. Dabei orientiert sich Big Blue am Halbleiterkonzern Intel, der mit dem Logo "Intel Inside" auf Geräten anderer Hersteller vertreten ist. Das neu kreierte Logo "IBM Technology" soll künftig auf Endverbraucher-Geräten, in denen Technologie-Bestandteile von IBM verbaut werden, zu sehen sein.

Den Anfang macht Nintendo mit der Spielekonsole Game-Cube. "Durch das Zeichen sehen die Kunden, dass wir die neuste Technologie von IBM verbauen - Technologie, die das allgemeine Spiele-Erlebnis verbessert", erklärt Genyo Takeda, General Manager of Integrated Research & Development Division of Nintendo in Japan. IBM hofft auf einen ähnlichen Effekt wie ihn Intel erzielt hat: Beim Kauf eines Produktes achten Kunden auf die Technologie im Endgerät. Intel unterstützt die Unternehmen, die mit einem "Intel Inside"-Logo werben, finanziell.

Das wird bei Big Blue nicht der Fall sein. Der Grund: IBM ist bereits eine bekannte Marke. Bei Intel hat die Marketingstrategie Erfolg. Die Marke reiht sich im Ranking der wertvollsten Marken von Interbrand auf Rang 6 hinter Coca-Cola, Microsoft, IBM, General Electric und Nokia. Als größter Computerkonzern der Welt hatte IBM im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 88 Milliarden Dollar. Davon entfielen rund 10 Milliarden Mark auf die Teile-Sparte, die 1993 geründet wurde.
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