Hyundai greift in Europa an

Mittwoch, 04. Januar 2012
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Allen Unkenrufen zum Trotz: Was die Autokonjunktur angeht, wird Hyundai-Kia in diesem Jahr den Druck im Automarkt weiter erhöhen. Insgesamt will der koreanische Autohersteller zum ersten Mal über sieben Millionen Fahrzeuge verkaufen. Das kündigte Konzernchef Chung Mong Koo in seiner Neujahrsansprache an die Mitarbeiter an.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der fünftgrößte Autobauer der Welt mit rund 6,6 Millionen verkauften Fahrzeugen einen neuen Absatzrekord erzielt. Gegenüber 2010 ist das ein Zuwachs von über 15 Prozent. Damit verzeichnen Hyundai und die Schwestermarke Kia im dritten Jahr hintereinander zweistellige Zuwachsraten. Alleine bei Hyundai kletterten die Verkäufe um 12,3 Prozent. Kia legte gar um 19,2 Prozent zu. Neben China und den Schwellenländern will der VW-Herausforderer vor allem auf dem europäischen Markt punkten. Allein in Deutschland hat die Marke im gerade zu Ende gegangenen Jahr 2011 über 80.000 Fahrzeuge verkauft. Jetzt setzt der Konzern auf neue Modelle und neue Strukturen. So hat Hyundai etwa zu Beginn des neuen Jahres die fast 65-prozentigen Anteile der Schweizer Emil-Frey-Gruppe übernommen. Der Konzern ist damit Eigentümer der Hyundai Motor Deutschland. Hyundai verspricht sich davon mehr Synergien im Vertrieb und in der Marktbearbeitung.

Werblich dürfte vom Konzern in diesem Jahr wieder einiges zu erwarten sein. So bringt Hyundai unter anderem jetzt im Frühjahr die neue Generation des i30 in den Handel, im Sommer soll der neue ix45 folgen. Kia hingegen fährt unter anderem mit der neuen Version des Kompaktklassenmodells Cee'd vor. Bei VW, GM und Toyota dürfte man die Expansionspläne der Koreaner aufmerksam beobachten. Für das Trio hat sich der Hersteller längst zu einem ernsthaften Konkurrenten beim Kampf um Kunden, Marktanteile und Marktführerschaft entwickelt. mir 
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