Hyundai ärgert VW mit kurzem Werbeauftritt

Montag, 10. November 2003

Die Deutschland-Dependance des koreanischen Automobilherstellers Hyundai hat mit ihrer Strategie, mit wenig Mediageld möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzielen, offenbar Erfolg: Nur am Wochenende hat das Unternehmen unter dem provokativen Claim "Es gibt wieder richtige Volkswagen" in einem TV-Spot auf RTL, mit einer Anzeige in der "BamS" sowie mit Postwurf-Sendungen für seine Modelle geworben (Agentur: Vogelsang WOB, Viernheim). Damit wollte Hyundai das Herkunftslabel "Made in Korea" als Qualitätsmerkmal für preissensible deutsche Autokunden positionieren.

"Quasi als trojanisches Pferd haben wir dabei den Begriff ,Volkswagen‘ eingesetzt, der aus unserer Sicht in Deutschland nur noch als Markenname, aber nicht als Anspruch verstanden wird", so das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm. Die Reaktion von VW erfolgte sogleich - die Wolfsburger prüfen rechtliche Schritte. Somit scheint das Ziel von Hyundai erreicht: Das Presseecho hallt länger als die beanstandete Werbung. In diesem Jahr plant die Deutschland-Dependance keine weiteren Kampagnen. Nur der modellübergreifende Auftritt der Hyundai-Europazentrale (Agentur: Atlas, London) ist noch on Air. rp

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