Hypo-Vereinsbank bewirbt internationale Dachmarke

Mittwoch, 30. Mai 2001

Die Hypo-Vereinsbank etabliert HVB Group als Dachmarke. Mit dem international einsetzbaren Namen will der Konzern die Zugehörigkeit der zugekauften Töchter verdeutlichen und weitere Expansionen im Ausland vereinfachen. Der Name Hypo-Vereinsbank wird in anderen Ländern verschwinden und künftig nur noch in Deutschland als Submarke für das Retailgeschäft geführt.

Um HVB Group bekannt zu machen, geben die Münchner bis Jahresende einen zweistelligen Millionenbetrag aus. Dabei verfolgt die Bank eine zweigleisige Markenstrategie: Schwache Brands werden eliminiert und firmieren unter HVB, starke Marken wie die Hypo-Vereinsbank und die Bank Austria bekommen den Zusatz "Mitglied der HVB Group". Die Immobilientöchter werden zur HVB Real Estate zusammengelegt. Neugründungen und Zukäufe werden ebenfalls unter HVB geführt.

Die jetzt angelaufene HVB-Imagekampagne soll diesen Aspekt verdeutlichen und nimmt Finanzentscheider, vermögende Privatkunden und den Mittelstand ins Visier. Als Leadagentur arbeitet - wie auch schon für die Hypo-Vereinsbank - Wieden & Kennedy in Amsterdam. Im ersten Schritt werden drei in Ungarn aufgenommene Motive in internationalen Entscheidertiteln wie der "Financial Times" und dem "Wall Street Journal" geschaltet. Ab Ende September werden auch regionale Wirtschaftstitel belegt, zum Beispiel in Tschechien, Ungarn, der Ukraine und Russland. Voraussichtlich ab 2002 sollen TV-Spots hinzukommen.
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