Honda verbessert Werbeeffizienz maßgeblich

Donnerstag, 22. Februar 2007

Der japanische Autobauer Honda konnte seine Werbeeffizienz im vergangenen Jahr mehr als alle anderen PKW-Marken steigern. Gegenüber 2005 sparte Honda 503.000 Euro pro Werbeerinnerungspunkt ein. Das ist ein Ergebnis der jährlichen Effizienzstatistik des Frankfurter Instituts für Markencontrolling Brand Control. Während die Honda-Werbung im Jahresdurchschnitt 2005 nur von 28 Prozent der deutschen Neuwagen-Kaufinteressenten bemerkt wurde, stieg der Wert im vergangenen Jahr auf 40 Prozent - obwohl der Autobauer knapp eine Million Euro weniger Werbebudget eingesetzt hatte. Von den deutschen Automarken setzt BMW seine Werbeinvestitionen am effizientesten ein. Die Münchner müssen pro Werbeerinnerungspunkt 1,3 Millionen Euro investieren und wirtschaften damit deutlich günstiger als Audi (1,6 Millionen Euro), Mercedes (1,7 Millionen Euro) und VW (2,5 Millionen Euro). Die Ergebnisse basieren auf der Relation zwischen den Brutto-Werbeaufwendungen der Hersteller und der erzielten Werbeerinnerung. Für letzteres wurden monatlich 700 Neuwagenkäufer, beziehungsweise am baldigen Neuwagenkauf Interessierte, gestützt befragt.

Demnach benötigte die erfolgreichste deutsche Automarke BMW lediglich 84,8 Millionen Euro, um die Aufmerksamkeit von 65 Prozent der deutschen Neuwagenkäufer zu bekommen. Audi schaffte es mit 110,7 Millionen Euro auf gerade 68 Prozent. Mercedes legt nochmals 8 Millionen Euro drauf und erreicht mit 118, 7 Millionen Euro eine Beachtung von 71 Prozent. Schlusslicht VW kommt mit 189,1 Millionen Euro auf 75 Prozent.

"VW, aber auch Audi und Mercedes, könnten ohne weiteres 10 bis 20 Prozent ihrer Werbeausgaben einsparen, ohne an Werbeerinnerung zu verlieren", sagt Brand-Control-Geschäftsführer Harald Jossé. Maßgeblich dafür sei aber ein ähnlich effizientes Marketingcontrolling, wie es beispielsweise Honda und BMW einsetzen. mh

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