Holsten startet neuen Markenauftritt mit Ecken und Kanten

Donnerstag, 22. März 2012
Holsten präsentiert sich mit Ecken und Kanten
Holsten präsentiert sich mit Ecken und Kanten

Diese Woche läuft die erstmals von Phillipp und Keuntje gestaltete Werbekampagne für die Biermarke Holsten offiziell in Hamburg an. Statt sich wie in der Vergangenheit mit dem Claim „Auf uns Männer" als nationales Zielgruppengetränk zu positionieren, wirbt Holsten jetzt mit dem Claim „Ecken, Kanten, Holsten" als regionales Bier mit Charakter. An dieser Strategie werde sich auch so schnell nichts ändern, sagt Marketinggeschäftsführer Holger Liekefett: „Im Augenblick haben wir nicht den Anspruch, national zu werben. Die Marke Holsten muss jetzt erst einmal wieder in den Regionen stark werden und dort Fans finden, die mit dem Produkt auch konkret etwas verbinden."

Der neue Auftritt solle das bestehende Imageproblem von Holsten lösen, so Liekefett: „Wenn ein Konsument in der Marktforschung sagt, dass er mit der Marke Feinripp assoziiert, dann wird es so richtig schmerzhaft." In einem ersten Schritt überarbeitete die Hamburger Agentur Ropelius Marke und Design die Gestaltung der Holstenflasche. Nun folgt die Kamapgne von Philipp und Keuntje, die schon für die Carlsberg-Marke Astra ihr Talent für kantige Marken unter Beweis gestellt hatte.

Außenwerbefläche in Hamburg
Außenwerbefläche in Hamburg
Agenturberater Andreas Müller-Horn betont allerdings, dass es bei der Holsten-Kampagne nicht darum gegangen sei, das Astra-Erfolgsrezept einfach auf einen größeren Maßstab zu übertragen: „Auch wenn beide Biere aus Hamburg kommen, so sind sie doch sehr unterschiedliche Typen. Astra ist wie die Menschen auf St. Pauli, direkt, manchmal hart, aber immer herzlich. Und Holsten ist der echte Norddeutsche, verlässlich, mit trockenem Humor und ohne viel Worte zu verlieren." Dass die Kampagne in der ersten Welle nur männliche Charakterköpfe zeigt, will Müller-Horn aber nicht als Fortsetzung der früheren Positionierung als Männerbier verstanden wissen: „Bloß weil keine Frau zu sehen ist, heißt das ja noch nicht, dass die Kampagne für Frauen unattraktiv wäre."

Auch in der Media-Auswahl will Marketing-Geschäftsführer Liekefett neue Wege gehen, um der Botschaft eine höhere Relevanz zu verleihen. So werde es einen starken Schwerpunkt auf Großplakate und Events geben. Auch in der Printkampagne werde die emotionale Relevanz des Werbemediums eine stärkere Rolle spielen: „Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass wir unsere Anzeigen auch in Special-Interest-Titeln schalten, wo wir besonders involvierte Leser erreichen." cam

Der alte Auftritt von Holsten

Meist gelesen
stats