Hollywood-Magie: Wie Coca-Cola und Ridley Scott den Eisbären-Kinofilm promoten

Freitag, 04. Januar 2013
-
-

Nur wenige Tage nach dem offiziellen Start der Coca-Cola-Winterkampagne ist jetzt der Trailer für den angekündigten Kinofilm zu den Coke-Polarbären im Internet zu sehen. Der sechsminütige Kurzfilm wurde von Starregisseur Ridley Scott gefilmt und produziert und liefert einen ersten Einblick in das Familienleben der weißbepelzten Markenikonen, die bisher nur stumm in den Werbespots der Softdrink-Marke agierten. Wann der geplante Langfilm in deutschen Kinos zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Aber schon jetzt ist klar, dass das Projekt in Umfang und Qualität den Vergleich mit Hollywood-Großprojekten wie "Happy Feet" nicht zu scheuen braucht.
Der Film ist ein weiterer Baustein in Coca-Colas Strategie, den Content rund um das eigene Markenerbe auszubauen und offensiver zu vermarkten. So hatte das Unternehmen seine Homepage Ende 2012 als digitale, sozial vernetzte Plattform Coca-Cola-Journey relauncht, die das Engagement der Marke in Bereichen wie Musik und Sport in den Mittelpunkt stellt. Auch das von Coca-Cola gegründete Happiness-Institut wird künftig in der Kommunikation eine deutlich wichtigere Rolle spielen.

Das Filmprojekt rund um die Polarbären ist in diesem Kontext ein konsequenter Schritt. Die Marken-Maskottchen werden von Coca-Cola seit 1922 eingesetzt und sind - anders als der rotgekleidete Weihnachtsmann - eine Ikone, die ausschließlich mit der Marke verbunden wird. Zudem haben Kinoerfolge wie "Happy Feet", "Madagaskar" und "Ice Age" gezeigt, dass Animationsfilme rund um Tiercharaktere speziell bei jungen Zuschauern äußerst beliebt sind. Dass hier der Film auch seine Zielgruppe sieht, verrät schon der Kurzfilm-Trailer. Im Mittelpunkt der sechsminütigen Geschichte stehen die Kinder der Polarbären-Familie, die zunächst die Erwartungen ihrer Eltern enttäuschen, ihnen aber am Ende eine wertvolle Lektion über das Leben vermitteln.

Die Marke selbst wird nur im Abspann genannt. Doch der Kurzfilm lässt sich durchaus als Variation des Markenclaims "Mach dir Freude auf" interpretieren. Denn während der Bärenpatriarch vor den anderen Polarbären eine langweilige Rede halten muss, suchen seine Kinder nach neuen Möglichkeiten, um sich zu vergnügen. Zum überraschenden Star wird dabei die jüngste Tochter der Familie, die sich auf einen Gruppentanz mit den von den Polarbären eigentlich geächteten Papageien-Vögeln einlässt und am Ende ihre ganze Familie zum Mittanzen bewegt.

Zur Umsetzung des Projekts hat Coca-Cola sein übliches Agenturraster verlassen. Als konzeptioneller Partner ist die amerikanische Strategieberatung und Künstlervermittlung CAA Marketing mit an Bord. Ridley Scott fungiert bei diesem Projekt nicht nur als Regisseur, sondern zeichnet zusammen mit seinem vor kurzem verstorbenen Bruder Tony auch für die Produktion verantwortlich. Scott hat sich im Rahmen seiner Produktionsfirma RSA in den vergangenen Jahren wiederholt als Partner für Branded Content etabliert. So übernahm RSA zuletzt die Produktion der Webserie zu dem Computerspiel "Halo". cam
Meist gelesen
stats