Hohe Marketing-Auszeichnung: Ikea erhält das Goldene Brandeisen

Montag, 31. Oktober 2011
Ikea-Marketingchefin Claudia Willvonseder und Ingo Krauss, Impressario der Marken Gala
Ikea-Marketingchefin Claudia Willvonseder und Ingo Krauss, Impressario der Marken Gala


Es gibt Marken, mit denen kommt im Laufe eines Lebens zwangsläufig in Berührung. Manchmal sogar an einem Samstag abend, wenn alle Geschäfte längst geschlossen sind. Weil man auf ihr gemütlich sitzt, sie die Bücher und Kleider beherbergt oder weil sie im Mittelpunkt einer Veranstaltungen steht. Vergangenes Wochenende feiert der
Frankfurter Marketing Club zum siebten Mal seine Marken Gala. Höhepunkt des glanzvollen Abends in der Alten Oper war die Verleihung des Goldenen Brandeisens an Ikea. Mit dem Preis würdigt der größte deutsche Marketing-Club besondere Verdienste beim Aufbau und der Führung einer Marke. Claudia Willvonseder nahm den Preis stolz entgegen, wenngleich sie zugab, dass es für Ikea-Entscheider nach wie vor befremdlich ist, im Mittelpunkt einer hochkarätigen Preisverleihung zu stehen. "Wir sind eine Marke ohne Glamour", sagte die Ikea-Marketingchefin. Bei der täglichen Arbeit gehe es vor allem darum, "den Menschen einen besseren Alltag zu schaffen, mit schlauen Lösungen, vielen frischen Farben und viel Individualismus".

Eine Markenphilosophie, die ankommt. Laudator Patrick Hanke jedenfalls hatte keine Probleme, sich als Fan der Marke zu outen. Für den Chef der Red-Bull-Werbeagentur Kastner & Partner gibt es zwei Grundlagen für den Erfolg des schwedischen Möbelhauses. Zum einen inspiriere die Marke ihre Kunden. Zum anderen kommuniziere die Marke auf Augenhöhe mit ihnen. "Ikea verführt positiv", sagte Hanke. Und das längst nicht nur als Möbelmarke. Mittlerweile gehört das 1962 von Ingvar Kamprad gegründete Unternehmen hierzulande zu den zehn größten Systemgastronomen.

Und die Marke will weiter wachsen. "Wir können uns 20 bis 30 weitere Einrichtungshäuser in Deutschland vorstellen", sagte Ikea-Expansionsleiter Armin Michaely kürzlich auf dem 3. Deutschen Fachmarkt-Immobilienkongress in Wiesbaden. Allein das deutsche Planungsrecht bremst die Flachpacker aus Schweden aus. Das ärgert die Schweden schon deshalb, weil die Bundesrepublik ein wichtiger Absatzmarkt für die Marke ist. Rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes steuern die derzeit 46 Möbelhäuser bei. Allein im Geschäftsjahr 2010 erzielten die Häuser hierzulande einen Umsatz von 3,48 Milliarden Euro.

Mit dem Preis reiht sich Ikea in die Reihe namhafter Brandeisen-Gewinner ein. In den Jahren zuvor erhielten Jägermeister, die Deutsche Lufthansa, Nespresso, Loewe und Red Bull die begeehrte Auszeichnung. mir
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