Hewlett-Packard lehnt Gema-Vorschläge ab

Montag, 08. Juli 2002

Der Unterhaltungselektronikhersteller Hewlett-Packard hat sich gegen Vorschläge ausgesprochen, nach denen Einnahmeausfälle, die den Musikproduzenten durch das Downloaden von Titeln aus dem Internet entstehen, durch die Erhöhung der Abgaben auf CD-Rohlinge ausgeglichen werden sollen. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte (Gema) hatte gefordert, den Preis für CD-Rohlinge von 6,14 auf 18 Cent pro Stunde Spieldauer zu erhöhen.

"Die Politik der Gema zeigt inzwischen absurde Züge", sagt Regine Stachelhaus, Mitglied der Geschäftsführung von Hewlett-Packard Deutschland: "Ginge es nach den Verwertungsgesellschaften, könnten in Zukunft Musik-CDs kostenlos verteilt werden. Plattenfirmen und Künstler würden sich dann nur noch über Geräteausgaben finanzieren." Die Lösung für das Problem des kostenlosen Downloadens von Musik und Filmen liege in der Adaptierung von Digital Rights Management (DRM) Systemen. DRM-Systeme reglementieren das Brennen von MP3s auf CDs von technischer Seite.
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