Hertie meldet Insolvenz an

Donnerstag, 31. Juli 2008
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Es war ein Schritt, der sich bereits abgezeichnet hatte: Die Warenhauskette Hertie mit ihren bundesweit 73 Häusern hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte eine Sprecherin des Essener Amtsgerichts gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. Das Unternehmen, das 4100 Mitarbeitern beschäftigt, war wegen Finanzproblemen des britischen Haupteigentümers Dawnay Day in Schwierigkeiten geraten. Laut einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" erwägt das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium eine Bürgschaft, die eine Rettung des angeschlagenen Warenhauskonzerns möglich machen soll. Hertie erwirtschaftet seit Jahren Millionenverluste. Für das laufende Geschäftsjahr sollen es nach Branchenschätzungen 30 Millionen Euro sein.

Dawnay Day hält seit rund drei Jahren 85 Prozent an Hertie, 15 Prozent sind in Besitz der britischen Unternehmensberatung Hilco. Die beiden Investoren hatten die Warenhäuser 2005 vom damaligen Karstadt-Quelle-Konzern gekauft und als "Nachbarschaftskaufhäuser" unter der bekannten Marke Hertie neu ausgerichtet. jh

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