Henkel will Waschmittel-Marketing zentralisieren

Freitag, 05. August 2011
Marketing für Persil wird künftig in Düsseldorf gemacht
Marketing für Persil wird künftig in Düsseldorf gemacht

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel krempelt seine Waschmittelsparte um. Mit einer veränderten Struktur reagiert der neue Waschmittelvorstand Bruno Piacenza auf die zunehmende Wettbewerbsintensität und den Preisverfall bei Wasch- und Reinigungsmitteln. Vom Umbau betroffen ist auch das Marketing. Nach Informationen des HORIZONT-Schwestertitels „Lebensmittel Zeitung" will der Persil-Hersteller das Marketing auch in dieser Sparte zentralisieren. Konkret will Piacenza Entscheidungswege verkürzen, um Innovationen bei Marken wie Persil, Pril oder Bref schneller in die Märkte zu bringen. Strategische Entscheidungen in Marken- und Produkpolitik würden künftig zentral in Düsseldorf getroffen, die Ländergesellschaften sollen diese dann nur noch an lokale Besonderheiten anpassen. Bislang wurden Markenstrategien zusätzlich auf regionaler Ebene ausgetüftelt - in Europa beispielsweise getrennt für Westeuropa und Zentral-/Osteuropa. Die schwierige Trennung der Aufgaben und „Kompetenzgerangel" verlangsamen nach Piacenzas Meinung den Innovationsprozess, schreibt die „LZ".

Piacenza machte seine Karriere in der Kosmetiksparte
Piacenza machte seine Karriere in der Kosmetiksparte
Abgeschaut hat er sich die neue Strategie bei der Kosmetiksparte von Henkel. Dort werden Entscheidungen über Produktinnovationen und Kampagnen bereits seit Jahren zentral unter Leitung von CMO Tina Müller in Düsseldorf getroffen. Mit dem Ergebnis, das mehr als 40 Prozent des Umsatzes mit Produkten gemacht werden, die es vor drei Jahren noch nicht gab. Piacenza kennt die Organisation und das Erfolgsmodell gut: Er selbst hat seine bisherige Karrierelaufbahn bei Henkel ausschließlich im Kosmetikgeschäft verbracht. mh
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